So fotografierst du Feuerwerke: 4 Tipps für den Schweizer Nationalfeiertag

Jeden 1. August feiern wir in der ganzen Schweiz die Gründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Jahr 1291. Ob mit Lagerfeuern, Laternenumzügen oder (unserem Favoriten) Feuerwerk – die Lichter stehen für Freiheit und Unabhängigkeit von fremder Herrschaft.

Das ist ein starkes Symbol, das Besseres verdient als körnige, unscharfe Aufnahmen!

Hier sind also vier Tipps, die du dir noch vor dem ersten Feuerwerk aneignen solltest.

1. Den Platz vor Einbruch der Dunkelheit erkunden

Finde heraus, von wo aus das Feuerwerk abgeschossen wird, und sei früh da – die besten Plätze sind schnell belegt.

Wenn Wasser in der Nähe ist, stell dich auf die dem Abschussort gegenüberliegende Seite: So bekommst du das Feuerwerk und dessen Spiegelung im selben Bild mit.

Vergiss die Bildkomposition nicht! Ein kleiner Blickfang im Vordergrund verleiht einem Foto Tiefe, die einem leeren Himmel fehlt. Wenn du in der Nähe einer Menschenmenge bist, sorgen ein paar Silhouetten im Vordergrund für mehr Spannung. Wenn du am See bist, solltest du darüber nachdenken, ein paar Felsbrocken am Ufer mit ins Bild zu nehmen.

2. Schau, woher der Wind weht, und stell dich dann mit dem Rücken dazu

Rauch verteilt sich. Wenn er in deine Richtung weht, beschlagen deine Fotos nach der dritten oder vierten Bilderserie. Ein kurzer Blick auf die Windrichtung verrät dir, wo du stehen solltest.

Nutze die interaktiven Karten in der MeteoSchweiz-App, um Live-Windanimationen und aktuelle Messwerte in deiner Region zu sehen.

3. Konzentriere dich auf das erste Feuerwerk und wechsle dann in den manuellen Modus

Lass den Autofokus zunächst auf eine der ersten Aufnahmen einstellen und schalte dann dein Objektiv auf manuellen Fokus um. Im Dunkeln wird der Autofokus für den Rest der Show hin und her suchen und danebenliegen. Aber sobald du den manuellen Fokus einmal eingestellt hast, bleibt er stabil.

4. Stativ, Langzeitbelichtung, Selbstauslöser

Bei den für Feuerwerke erforderlichen Verschlusszeiten ist ein Stativ unverzichtbar. 2 bis 4 Sekunden sind das Minimum; je nachdem, was du erreichen möchtest, kannst du mit einer Belichtungszeit von bis zu 8 Sekunden sogar noch bessere Ergebnisse erzielen.

Der Langzeitbelichtungsmodus eignet sich auch perfekt für Feuerwerksaufnahmen. Bei dieser Einstellung bleibt der Verschluss so lange offen, bis du ihn stoppst, wodurch du viel längere Belichtungszeiten erzielst, als es normalerweise möglich ist. Starte die Belichtung, bevor das Feuerwerk zündet, und bedecke das Objektiv mit einem Stück schwarzem Papier oder Karton. Wenn das Feuerwerk zündet, nimm den Karton weg. Wenn es vorbei ist, bedecke das Objektiv wieder und beende die Belichtung. Oder warte auf das nächste Feuerwerk, um es über das vorherige zu belichten, sodass ein Bild mit mehreren Feuerwerken entsteht.

Bei Langzeitbelichtungen (egal ob im Bulb-Modus oder nicht) solltest du den Auslöser unbedingt mit einem 2-Sekunden-Selbstauslöser betätigen und nicht mit dem Finger – selbst ein stabiles Stativ nimmt die Erschütterung beim Drücken des Auslösers wahr.


Möchtest du mehr als nur vier Tipps? In unseren Kursen zur Nacht- und Langzeitbelichtungsfotografie zeigen wir euch, wie ihr die Fotografie bei schlechten Lichtverhältnissen meistern könnt – einschliesslich Lightpainting und anderer spannender Anwendungsmöglichkeiten: Hier findest du die nächsten Termine.


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